Start Schulchronik
Chronik PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 26. November 2009 um 22:03 Uhr

Schulchronik


Hier können Sie lesen,  welche Fakten die Schüler der 3. Klasse im Rahmen eines Geschichtsprojektes über unsere alten und unser neues Schulhaus zusammengetragen haben. Weiters haben wir im Heimatunterricht über unsere Pfarrkirche und alte Handwerksberufe gelernt. Auch das Zeitzeugnis einer fast 80jährigen Frau ist sehr interessant.

Unser Schulhaus – Geschichtlicher Überblick


1380 gab es in Neuhofen erstmals einen Schullehrer. Die erste Schule war neben dem Pfarrhof. Der Lehrer musste auch noch Orgel spielen, Glocken läuten, Mesnerdienst verrichten. Schulpflicht seit 1774.(Kaiserin Maria Theresia)

Altes  Volksschulgebäude


1897 wurde das alte  Volkschulgebäude  eingeweiht.

1945 diente das Schulhaus  als  Flüchtlingsquartier und Lazarett (Krankenstation).

Neue Volksschule

Sie gibt es seit 1981.

Unsere Pfarrkirche


Unsere Kirche besteht seit 1466. Sie ist Maria Himmelfahrt geweiht.

1964 wurde beim Renovieren ein Christophorusbild entdeckt.

Der Hochaltar ist  150  Jahre alt. Er zeigt Gott Vater , Hl.  Elisabeth, Hl .Barbara, Hl. Florian, Krönung Mariens, Hl. Leopold, Petrus, Moses, David.

Unser Kirchturm ist 36 m hoch. Unsere Kirche ist sehr schön.

Der Gedenkstein neben der Kirche erinnert an das Bestehen unseres Heimatortes Neuhofen seit dem Jahr 996.

Alte Handwerksberufe in Neuhofen


In alten Zeiten gab es in Neuhofen viele, teilweise schon vergessene Handwerksberufe. Einige Beispiele sind:

Fassbinder, Hufschmied, Schneider, Schuster, Seiler, Wagner, Rechenmacher, Schlosser, Tischler, Uhrmacher, Korbflechter, Glockengießer, Weber, Plattenmacher (Dach), Müller

Unser Markt Neuhofen vor 70 Jahren

Die 3. Klasse forscht im Rahmen des Heimatunterrichtes in der Geschichte unserer Gemeinde. Zu Beginn des Schuljahres bekamen wir von einer fast 80jährigen Neuhofnerin allerhand Informationen über das Leben im Markt Neuhofen/ Ybbs vor 70 Jahren. Wir haben uns die Schriften von Frau Maria H. genau durchgelesen und fanden vieles bemerkenswert:

Die Jugendlichen mussten in den dreißiger Jahren oft frühzeitig die Schule verlassen, um in der Landwirtschaft mitzuarbeiten.

Durch den Markt gab es schon regen Verkehr. Aber nicht, wie ihr glaubt mit den Autos, nein es waren die Kühe mit den Leiterwagen oder Düngewagen, alles musste durch den Markt fahren.

Denn auch die Gewerbebetriebe hatten fast alle eine kleine Landwirtschaft dabei, mit Kühen und Schweinen. Die Frauen mussten oft sogar weit hinaus auf ihre Felder fahren. Sie waren für die Landwirtschaft zuständig, denn die Männer mussten ja in ihrem Betrieb arbeiten.

Verkehrsprobleme gab es zu der Zeit keine, es gab im Jahr 1935 in Neuhofen nur ein einziges Auto.

Aber 4 Gasthäuser gab es schon immer, davon 3 auch mit Landwirtschaft.

Auch der Ortskern hat natürlich in dieser Zeit anders ausgesehen.

Im Herbst 1942 waren die Kühe mit langen Ketten auf der Wiese ausgehängt. Da hat Frau Maria H. mittags die Kühe gemolken, auf jenem Platz, wo heute das alte Gemeindehaus und das Kaufhaus Zöchling stehen.


Und nun können Sie Genaueres nachlesen zu folgendem Thema:

Schulgeschichte



Die Pfarrschule Neuhofen/Ybbs


Aus dem Stiftsarchiv Seitenstetten geht hervor, dass in Neuhofen einem gelehrten Mesner (= Schulmeister, Lehrer) ein bestimmter Geldbetrag zu zahlen sei. Erwähnt sind die Jahre 1380, 1388, 1435 und 1597.

Der Lehrer war Angestellter des Pfarrers und außer dem Schuldienst noch für den Mesner- und Organistendienst, das Siebenuhr- , das Mittags- und das Wetterläuten zuständig.

1676:

Im ältesten Dienstbuch der Pfarrherrschaft Neuhofen steht, dass      das Haus Markt Neuhofen Nr. 2 neben dem Pfarrhof  Schulhaus ist. Das Haus hieß Kneidinger, das  ist die heutige Bäckerei Brandstätter. Es war ein Klassenzimmer und die Wohnung des Lehrers in dem Gebäude.

1774:

Kaiserin Maria Theresia führte die Schulpflicht für 6 – 12jährige ein.

Im Pfarrgebiet Neuhofen ist zum größten Teil die Weiler- und Einzelhofsiedlung vorherrschend. Die Kinder mussten damals von entfernten Höfen einen weiten Weg bis zur Pfarrschule zurücklegen, was bei Schlechtwetter oder während der Winterszeit den Schulbesuch bei den damaligen Verhältnissen fast unmöglich war.

1821 – 1878

war die Schule beim Kneidinger zweiklassig. (1876: 1. Klasse: 74 Kinder

2. Klasse: 88 Kinder)

Die Volksschule Neuhofen/Ybbs


1.    10. 1879:

Das neue Schulhaus (das Gebäude des heutigen Kindergartens) wurde eingeweiht und dem Unterricht übergeben.

1927:

Die Schulpflicht wurde auf 8 Jahre erhöht.

1945:

Zuerst waren Flüchtlinge in der Schule einquartiert, dann diente sie als Truppenlazarett der russischen Besatzungsmacht. Der Unterricht wurde außerhalb des Schulgebäudes im Gasthof Gürtler, im Hause Helm in Perbersdorf, im Gasthof Üblacker in Perbersdorf und im Hause Stürzenhof erteilt. 244 Kinder besuchten damals die Schule.

1962:

Es wurde die Zentralheizung installiert (vorher Holz und Kohle).

Die Schulpflicht wurde auf 9 Jahre angehoben.

1967:

Es begann der Hauptschulunterricht

1978/79:

In der Volksschule herrscht akute Raumnot. Es stehen 6 Klassenzimmer zur Verfügung, jedoch werden 8 Klassen geführt. Eine Klasse ist im Konferenzzimmer, ein Klasse ist im Pfarrhof.

1979 – 1981:

Bau der neuen Volksschule

1981:

Umzug in die neue Volksschule. Da die Schülerzahlen nun sinken, war das Raumangebot stets groß genug.

2000:

Renovierung der Volksschule: neue Außenfassade, innen neu ausgemalt, neue Heizung im Turnsaal, lärmschützende Decke in den Hallen, ...

 

2009/10

Erweiterung und Renovierung des Schulgebäudes

 

 

Die Wim-Schule


1792:

Besitzer von Häusern im Gebiet um die Filialkirche St. Veit in Toberstetten bemühten sich sehr eine eigene Schule zu bekommen. Dies wurde bewilligt, nur musste die „Gemeinde St. Veit“ die Schule aus eigenen Mitteln erhalten und die Kinder mussten am Ende des Schuljahres eine Prüfung in der Pfarrschule Neuhofen ablegen. Das Schulhaus war das Haus Wim 28, das dem Schullehrer gehörte. Es hatte ein Klassenzimmer.


1850:

Nach dem Tod des Schullehrers wurde die Filialschule in der Wim aufgelassen und eine Filialschule in Hiesbach bewilligt.

1977:

Die Schule in Hiesbach wird geschlossen. Heute befindet sich darin eine Behinderten Tagesheimstätte.